Leider bekam unsere Fraktion keine Mehrheit für die Sanierung der Rundsporthalle, wie in fast allen Orten mit Rundsporthallen bereits praktiziert z.B. in Ludwigsburg oder Waiblingen. Eine Sanierung der Halle könnte schon zur Hälfte fertig sein, hätte man die – gesetzlich vor Abriss vorgeschriebene – Asbestsanierung genutzt, um die Halle gleich komplett zu sanieren. Aufgrund der Pandemie war monatelang Hallensport ohnehin nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Chance vertan! Mit der Zustimmung, die benötigten Grundstücke zu erwerben, ist für die Mehrheit des Gemeinderats der Neubau quasi beschlossene Sache. Nun hat sich der Grunderwerb aber über ein Jahr hingezogen, nicht alle von der Stadtverwaltung gewünschten Grundstücke konnten erworben werden, und so ist zu befürchten – auf Grundlage der Ergebnisse einer von der Stadt in Auftrag gegebenen angepassten Konzeptstudie – dass der Neubau der Sporthalle ein sehr teurer Kompromissbau mit niedrigerem Nutzwert werden wird, als eine sanierte Rundsporthalle.

Darüber hinaus hatten wir vor der Asbestsanierung noch darauf hingewiesen, dass man sich die teure Schutzabdeckung des ohnehin arg ramponierten Sportbodens sparen kann, da dieser nach Abschluss der Arbeiten vermutlich trotzdem noch stärker beschädigt sein könnte und ein neuer Sportboden für einen niedrigen sechsstelligen Betrag eingebaut hätte werden können. Das wurde mehrheitlich abgelehnt. Nun, die Asbestsanierung ist abgeschlossen und der Sportboden in einem Zustand, den die Vorstandschaft des TSV Asperg schlicht als „nicht wettkampftauglich“ bezeichnet. Wann allerdings der Neubau einer neuen Sporthalle fertig sein wird, steht noch in den Sternen. Bis dahin muss weiter geflickt und notdürftigst Instand gesetzt werden, damit die Rundsporthalle weiterhin eine Interimshalle bleiben kann. In unseren Augen ein untragbarer Zustand! Gerade in der jetzigen Zeit, sind wir erst recht überzeugt, dass die Sanierung der RSH die beste Lösung für Asperg und seine Bürger ist! Überall heißt es, so z.B. auch von unserer Landesregierung „Sanierung vor Neubau“ und damit einem unnötigen Resourcenverbrauch unserer schönen Natur, von der wir in Asperg mit unserer kleinen Gemarkung sowieso kaum mehr Grünflächen haben, entgegen zu wirken. Schade um das kostbare Ackerland unterhalb des Landschaftsschutzgebietes, welches für Halle und Parkplätze versiegelt werden muss. Überhaupt in unserer jetzigen Krisenzeit, wo alle Bürger und Kommunen den Gürtel enger schnallen und sparen müssen, lässt sich unserer Ansicht nach der Neubau einer Sporthalle in dieser Dimension nicht mehr rechtfertigen und ist für uns unverantwortlich.



 


Kommentar schreiben

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.


Kommentar



Keine Events eingetragen