Wir waren erstaunt darüber, wie schnell der Artikel der Grünen bzgl. der Haushaltsreden den Weg in die letzten Asperger Nachrichten fand, zumal mittwochvormittags keine Möglichkeit mehr für Parteien besteht, irgendeinen Beitrag ins Blättle zu bringen. Wunder gibt es immer wieder… aber der Inhalt dieses „Wunders“ hat uns überrascht. Nein wir wollen uns auf diesem Wege nicht rechtfertigen. Wer unsere früheren Beiträge verfolgt hat, weiß was er vom Inhalt des „grünen“ Artikels zu halten hat. Aber für die Bürger, die dies bis jetzt noch nicht getan haben, sehen wir es als unsere Pflicht, einige Behauptungen, die die Grünen in die Welt gezaubert haben, richtig zu stellen. Nachzulesen sind alle früheren Artikel ohnehin auf unserer Homepage.

Die VWG hat noch nie Stimmung gegen ein Kinderhaus betrieben. Im Gegenteil, die VWG ist für die Betreuung der U3-jährigen. Das haben wir auf jeden Fall mit allen Parteien gemeinsam. Was uns jedoch von der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen unterscheidet, ist die Tatsache, dass wir nicht von vornherein die Hutwiesen überbauen wollten, da diese für Kinder, Jugendliche und Familien ein wichtiger sozialer Raum ist und nicht für eine andere soziale Sache zerstört werden darf. Ein Widerspruch in sich, wenn ich durch ein soziales Projekt eine andere soziale Einrichtung zerstöre. Zur Erinnerung: Die VWG schlug deshalb vor, gemeinsam eine andere Lösung zu finden. Entweder durch intensive Gespräche an einem Wochenende oder durch Diskussionen im Gemeinderat. Es waren die Grünen und Teile der CDU, die durch ihre Stimmen die Vorschläge verhinderten! Ebenso blieben auch die Einwände bezüglich der Größe des geplanten Kinderhauses und den damit verbundenen Mehrkosten unerhört. Wir stehen weiterhin zu unserer Aussage: Asperg leistet sich ein „Luxuskinderhaus“! Schön wenn man sich so etwas leisten kann, aber wer bezahlt in Asperg die Mehrkosten?

Bewusst schnell wurde über ein superteures Projekt im Gemeinderat abgestimmt, bewusst nimmt man eine enorme Verschuldung, die in dieser Größenordnung nicht nötig gewesen wäre, in Kauf. In den letzten Asperger Nachrichten schreiben die Grünen, sie wären für Bürgerbeteiligung, aber diese müsse am Anfang eines Prozesses stehen!

Aber bitte schön: wer hatte es denn im April 2012 so eilig mit der Abstimmung? Dadurch wurde doch eine Bürgerinitiative erst auf den Plan gerufen, die die Grünen aber von Anfang an durch eine Hetzkampagne zu bekämpfen versuchten. Begrüßt man etwa auf diese Art und Weise Bürgerbeteiligung?

Zweimal haben die Grünen und die CDU die Chance vertan, für einen Bürgerentscheid zu stimmen. Zweimal wurde die Chance vertan, die Bürger über eine wichtige Sache selbst abstimmen zu lassen. Nein, sie haben sich gegen diese Bürger entschieden, die die Bebauung der Hutwiesen nicht einfach so hinnehmen wollten. Umso erfreuter sind wir darüber, dass die Grünen endlich erkannt haben, wie wichtig es ist, die Bürger bei Entscheidungen zu beteiligen. Dass sie im Nachhinein der VWG eine „noch größere Zerstörung der Natur“ und den „heiligen St. Florian“ unterschieben wollen müssen wir als extrem geschmacklos und ohne Kommentar von uns weisen. Asperger Bürger bewusst auf falsche Fährten zu lenken, egal welche Partei dem ausgeliefert ist, ist im höchsten Maße undemokratisch und einfach unterstes Niveau. Dass die Grünen von Parteigenossen wegen der vielen gefällten Bäume Kritik einstecken müssen, dafür können wir wahrlich nichts. Auch uns hat es gewundert, dass sie in Anbetracht der vielen zu fällenden Bäume kein Wort der Kritik oder des Bedauerns über die Lippen brachten. In früheren Zeiten hörte sich das ganz anders an. Wir empfehlen insbesondere den Grünen: Lasst die Kirche im Dorf und steht einfach zu eurem Handeln. Erfindet nicht immer neue Geschichten, um andere Parteien in ein schlechtes Licht zu stellen. M.W.


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    • 13.05.2018
    Hoffest Freie Wähler Asperg