Kursiv dargestellt die Textbeiträge, die durch die Stadtverwaltung Asperg im Amtsblatt KW 18 gestrichen wurden.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
wir freuen uns, dass unser Bericht über die Bebauung der Wettestraße, welcher vorletzte Woche der Zensur durch Herrn Storer zum Opfer gefallen ist, in der Ausgabe Nr. 17 der Asperger Nachrichten doch noch gedruckt wurde. Wir verabscheuen dieses Vorgehen allerdings, weil uns die Möglichkeit genommen wird, die Asperger Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Auch wird uns die Chance genommen, unsere Meinung (in diesem Fall zur Bebauung auf dem Parkplatz an der Wettestraße) in den Asperger Nachrichten zu veröffentlichen.

Was wird aus dem wertvollen Freizeitgelände Möglinger Straße / Schäferstraße?

In der letzten Ausgabe der Asperger Nachrichten haben wir bereits Stellung zur Bebauung des Spiel- und Bolzplatzes in der Möglinger Straße / Schäferstraße genommen. Um zukünftigen Missverständnissen vorzubeugen, wollen wir nicht mehr schriftlich zwischen Spiel- und Bolzplatz unterscheiden. Ob vom Spielplatz mehr oder weniger Platz geopfert wird, ist nicht von Bedeutung. Wir sehen diesen Platz (Spiel- und Bolzplatz) als eine Einheit. Denn als Einheit wird der Platz auch von den Benutzern gesehen: Größere Kinder, die auf dem „Spielplatz“ spielen, gehen auch immer wieder „nach nebenan“ zum Fußballspielen. Kinder treffen sich zum Spielen, nicht nur im „Kleinkindbereich“, sondern auch auf dem „Bolzspielplatz“. Für Jugendliche ist es ein Treffpunkt, wo man sich nach Ausbildung, Schule und Arbeit treffen kann…auch zum „Bolzen“. Kinder unterschiedlicher Altersgruppen treffen sich auf diesem Bolzspielplatz. Und dieses Nebeneinander funktioniert hervorragend und vorbildlich! Jede Gemeinde könnte stolz über ein solches Freizeitgelände sein.

Ein neuer kleiner Bolzplatz vor den Schlafräumen der Kindertagesstätte, so wie es im Plan der Architekten eingezeichnet ist – ist das die Alternative? Ein öffentlicher Bolzplatz auf dem Gelände der Kindertagesstätte? Uns scheint es eher ein „Pseudo-Bonbon“ zu sein, was hier als Ersatz angeboten wird. Und man bedenke: Diese Kindertagesstätte bietet Platz für mindestens. 130 Kinder, das fordert entsprechend viel Personal. Reichen die vorgesehenen 6 Parkplätze wirklich aus?

Wir forderten in der letzten Gemeinderatssitzung vom 24. April 2012 eine Vertagung des Themas. Die Zeit, um sich besser mit den Plänen der Stadt auseinanderzusetzen, war einfach zu kurz. Auch schlugen wir vor, in Klausur zu gehen, um gemeinsam dieses schwierige und emotionale Thema anzugehen. Beides wurde mehrheitlich vom Gemeinderat abgelehnt.

Herr Storer wollte Alternativen wissen, die im Rahmen einer Gemeinderatssitzung jedoch unmöglich sind, schnell besprochen zu werden.

In dieser Sitzung wurde auf die Kinderfreundlichkeit der Stadt Asperg hingewiesen. In unseren Augen ein Widerspruch, wie er größer nicht sein könnte. Das Unbegreifliche jedoch an dieser Sache: Ein wertvoller, kinderfreundlicher und familienfreundlicher Freizeitbereich wird um ca. 70% reduziert! Es wird Kindern und Familien etwas weggenommen, um es anderen Kindern und Familien zu geben! Dieser Widerspruch bleibt, egal aus welcher Perspektive man diese Situation betrachtet.

Aber wie ist es denn eigentlich um den Untergrund der Hutwiesen bestellt…?

Liebe Asperger Bürgerinnen und Bürger, Zuschüsse für bestimmte Projekte zu bekommen, ist natürlich wichtig und oft hängt die Durchführung eines gewünschten Projektes auch gerade von diesen Zuschüssen ab. Aber im Fall „Kinderhaus auf den Hutwiesen“ würde dies bedeuten, dass ein bestehendes und wertvolles Freizeitgelände radikal verkleinert und verändert würde. Ein Schnellschuss wie wir finden, mit dem Ziel 720 000 Euro Zuschüsse zu bekommen für ein Gebäude das uns momentan (noch) 4 Mio. Euro kostet. Und ist es ein Unkenruf, wenn man der Sache auch finanziell sehr skeptisch gegenüber steht? (MW)


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