Die Freien Wähler engagieren sich gegen den schleichenden 10-spurigen Ausbau der A81! Geplant ist eine entsprechende Änderung der Fahrbahnmarkierungen . Ohne Lärmschutzmaßnahmen!

Die Freien Wähler Asperg werden die versteckte Autobahnerweiterung, durch Aktivierung der Standspur von der Autobahneinfahrt Ludwigsburg Nord zur Autobahnausfahrt Ludwigsburg Süd nicht hinnehmen. Sie wehren sich gegen weitere Pläne seitens des Regierungspräsidiums, auch die zweite Standspur in Richtung Norden freizugeben! „Wir werden uns mit einer Petition beim Petitionsausschuss des Landtag Baden-Württemberg wehren und sammeln hierzu in den nächsten Wochen Unterschriften in den betroffenen Asperger Stadtteilen Hirschberg, Grafenbühl und Osterholz“, so Elly Martinat Stadträtin der Asperger Freien Wähler und Regionalrätin. Aber auch die betroffenen Bürger und Bürgerinnen des Ludwigsburger Stadtteils sollen einbezogen werden.
Schon heute sind die Bürger und Bürgerinnen durch den zunehmenden Verkehr mehr und mehr gesundheitsschädlichem Lärm ausgesetzt. Würde ein „offizieller“ Ausbau der Autobahn von bisher 6 Spuren auf 8 Spuren erfolgen, müssten ausreichende Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden. „Es kann und darf nicht sein, dass das Regierungspräsidium sich vor der Verantwortung gegenüber den Bürgern drückt, indem mit dem Trick „Umwandlung der Standspur“ die Autobahn auf acht Spuren erweitert wird und so die Kosten für den Lärmschutz eingespart werden“, so Elly Martinat.

Die Freien Wähler Asperg fordern schon seit einigen Jahren in ihren Haushaltsreden, dass auch seitens der Stadtverwaltung auf das Problem der zunehmenden Lärmemission an „richtiger Stelle“ hingewiesen werden und zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen gefordert werden sollten. Auch gingen schon Bitten um Unterstützung direkt an den damaligen Bundesverkehrsminister Wissmann – ohne jedoch „Gehör zu finden“!
Die Lärmemission ist in den betroffenen Asperger Wohngebieten nicht nur durch die Bundesautobahn und den insgesamt gewachsenen Verkehr sehr hoch, sondern auch die Bahnlinie, die an das Wohngebiet Grafenbühl und Hirschberg angrenzt. Hier wird nun in den nächsten Wochen bis Ende April 2009 mit entsprechenden Maßnahmen seitens der Deutschen Bundesbahn für Abhilfe gesorgt und ab 2010 werden private Maßnahmen wie Doppelverglasung der Fenster bezuschusst.
Die Lärmbelästigung durch die Autobahn ist für die anwohnenden Bürger längst unerträglich geworden. Ein gesunder Schlaf sei bei geöffnetem Fenster nicht mehr möglich, und das Verweilen im Garten sei zur Qual geworden. Die Lebensqualität sei enorm eingeschränkt, so die Bewohner. Die Lärmbelastung hat bereits ohne einen – wie auch immer gearteten – Ausbau der A81 einen unzumutbaren Pegel erreicht!

Dass sich Ludwigsburgs Oberbürgermeister Spec und auch Landrat Haas dafür aussprechen, aus den Standspuren der Autobahn künftig Fahrspuren zu machen ist nachvollziehbar. Bietet es doch eine Verbesserung für das innerstädtische Verkehrsproblem Ludwigsburgs und kaschiert die Notwendigkeit eines weiteren, kostenintensiven Ausbaus der Bundesstraße 27. Die betroffenen Bürger und Bürgerinnen in Asperg würden aber den „Schwarzen Peter“ ziehen und müssten noch mehr Lärmemissionen und Abgase ertragen. Mehr, als jetzt bereits zu ertragen sind!

Vielleicht ist im „Superwahljahr“ 2009 möglich, dass zuständige Politiker das Problem der betroffenen Asperger Bürger und Bürgerinnen erkennen und sich in die Pflicht nehmen lassen! Dafür werden die Freien Wähler in Asperg sich mit Nachdruck einsetzen!
EM


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