Einstimmung hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag die Vergabe des Großteils der Bauleistungen für die Ostumfahrung beschlossen. Drei Monate nach dem Baubeschluss konnte sich die Stadt Asperg die wohl schlechte Auftragslage im Tiefbau zu Gunsten machen: Die Angebote lagen ca. 25% unter der Kostenschätzung.

Wir Freien Wähler möchten nochmals in Erinnerung bringen, dass schon seit über 20 Jahren eine Ostumfahrung im Gespräch ist. Ende 2002 wurde der Bau der Osttangente dann im Gemeinderat beschlossen. Bis 2010 dauerte es bis der Bebauungsplan endgültig auf den Weg gebracht wurde – wiederrum mit einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats.
Beim Beschluss 2002 haben wir Freien Wähler auf die Mehrbelastung der Anwohner der Eglosheimer Straße (Streckenabschnitt geplanter Kreisverkehr und „Streicherkreuzung) hingewiesen. Wir forderten damals eine detaillierte Untersuchung von zwei Nordumfahrungsmöglichkeiten. Immerhin wurde die Nord-Umfahrung in Fortsetzung der Osttangente entsprechend dem Asperger Antrag im Rahmen der Fortschreibung des Generalverkehrsplanes des Landes Baden-Württemberg aufgenommen.
Es dauert bis 2010 – bis das ganze Thema von unserem neuen Verkehrsplaner Prof. Kölz und seinem Team im Rahmen der Erstellung eines „Generalverkehrsplanes“ in Workshops mit der Verwaltung / Gemeinderat und den Asperger Bürgern aufgenommen wurde.
Fakt ist nun endlich, dass ein umfassendes Gutachten im März 2011 in Auftrag gegeben wurde. Hier sollen die Umfahrungsmöglichkeiten (Nord und Süd) nach allen zur Entscheidung notwendigen Gesichtspunkten (Kosten-Nutzen, Umweltbelange…) überprüft werden. Auch den weiteren Schritt begrüßen wir Freien Wähler: Verwaltung, Gemeinderat und Vertreter der Asperger Bürger sollen sich nun in den nächsten Workshops mit dem kommunalübergreifenden Verkehr beschäftigen und gemeinsam die Lösungsmöglichkeiten durchleuchten. Asperg mit der kleinsten Gemarkung im Kreis Ludwigsburg hat vor Jahrzehnten die Chance vertan auf eigener Gemarkung mit einer Umfahrung für eine innerstädtische Verkehrsentlastung zu sorgen. Rings um uns passierte in den letzten Jahren so Einiges. Die eine oder andere Verkehrsmaßnahme in unseren Nachbarkommunen hat auch dazu geführt, dass bei uns der Durchgangsverkehr zwar etwas abgenommen hat, aber für uns betroffene Anwohner dennoch zu hoch ist! Für kostenintensive „Insellösungen“ ist kein Geld mehr da. Die einzige Chance ist, mit unseren Nachbarkommunen gemeinsam – für alle Beteiligten und Betroffene tragbare Lösungen zu finden und für diese gemeinsam zu kämpfen! Hier wird sich auch zeigen, wie die neue Landesregierung zu solchen Verkehrsmaßnahmen im Land steht. (em)


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