Mehr Lärmschutz an der A 81 – ansonsten keine Zustimmung zur beabsichtigten Freigabe der Standstreifen der A 81 zwischen Stuttgart-Zuffenhausen und Ludwigsburg-Nord.

Eine geteerte Fläche, auf der man bestraft wird, wenn man darauf fährt, wird für gerade diese verbotene Nutzung freigegeben und die vorhandene Gesetzeslage und wohl auch die Rechtsprechung sagen aus, dass dadurch keine neue Fahrspur entstanden ist.

Dies soll ein normal denkender Mensch verstehen.

Diese Spur, auf der man nur stehen bleiben durfte, wenn man einen Defekt mit seinem Fahrzeug hatte – deshalb der Name Standstreifen oder Standspur, also nicht Fahrstreifen oder Fahrspur – wird jetzt für eine völlig neue, bisher verbotene Nutzung freigegeben und die bisherige Nutzung wird plötzlich zum Verbot.

Die Öffnung dieser Spur als Fahrspur ist deshalb sinnvoll und notwendig, weil eine wesentliche Verkehrszunahme eingetreten ist und es auch nur dieser Sachverhalt rechtfertigt, dass man auf eine sinnvolle Standspur, auf der defekte Fahrzeuge abgestellt werden oder die Sonderfahrzeuge für schnelle Einsatzmaßnahmen nutzen konnten, jetzt verzichtet.
Aber gerade diese erfolgte Verkehrszunahme erzeugt auch vermehrt Lärm, Luft- und Umweltbelastungen.

Gleichgültig, wie die Rechtsprechung dies beurteilt: Wir als unmittelbare oder mittelbare Nachbarn zur Autobahn haben erlebt, wie aus 4 Spuren 6 Spuren geworden sind und aus 6 Spuren 7 Spuren und sollen nun erleben, wie aus 7 Spuren 8 Spuren werden. Wir haben am eigenen Leib verspüren müssen, wie sich das Verkehrsaufkommen bis auf teilweise weit über 100.000 Fahrzeuge pro Tag gesteigert hat. Lärmschutzmaßnahmen hat es aber keine gegeben.

Bereits heute sind die von der A 81 in diesem Bereich ausgehenden Belastungen unerträglich. Es ist deshalb gleichgültig, ob die bisherige Rechtsprechung unserer Argumentation folgt
will oder nicht:
Wir protestieren gegen diese zusätzliche Belastung, von der wir einen Teil hören

und den anderen Teil nicht riechen, nicht sehen aber einatmen und damit klarkommen sollen.

Als erste Maßnahme haben wir bereits Anfang 2009 Einwände erhoben und Unterschriftlisten ausgelegt. Als weiter Maßnahmen werden wir unsere Bürger um ihre Meinung dazu bitten, weitere Unterschriften sammeln und uns auch nicht scheuen, entsprechende Protestaktionen/Demonstrationen durchzuführen, um nicht noch eine weitere Verschlechterung unserer Lebensbedingungen hinnehmen zu müssen. Wir wollen erzwingen, dass zumindest in dem Bereich Maßnahmen ergriffen werden, in dem technisch schnell und bald etwas getan werden kann, nämlich im Errichten von Lärmschutzmaßnahmen für uns, unsere Kinder und Enkel!

Wenn wir jetzt nicht reagieren, passiert in den nächsten 15 bis 20 Jahren nichts im Bezug auf Lärmreduzierung, da wir ja an der A 6 sehen, wie lang Provisorien halten.

Folgenden Antrag zum Planzustimmungsverfahren BAB A81 haben wir hierzu gemeinsam mit der CDU Fraktion bei der Stadtverwaltung Asperg gestellt:

Folgende Punkte sollten in der Stellungnahme zum Planzustimmungsverfahren BAB A81 seitens der Stadt Asperg aufgenommen werden:

Sämtliche Punkte zur angedachten Erweiterung, Zusatznutzungen und temporären Freigaben können von der Stadt Asperg nur mitgetragen werden, wenn ein wirksamer Lärmschutz zum Schutz der Bürger gleichzeitig mit der Erweiterung verwirklicht wird.

Die Stadt Asperg verlangt daher, bei der Weiterentwicklung der Planung

  • die Überlegung zur späteren Ertüchtigung der BAB 81 bis zur Anschlussstelle Pleidelsheim darzustellen.
  • dass das Regierungspräsidium ein Gutachten nach Belastungen im Lärm- und Schadstoffemissionsbereich vorlegt.
  • den Lärmschutz so auszubauen, dass er einen nachhaltigen Schutz darstellt.
  • angrenzende Fläche an die A81 (z.B. zwischen Freibad und IKEA), sollte wo machbar als Grünzug bepflanzt werden.

Sachverhalt / Begründung:
Sollte der Lärmschutz, auf den die Anliegergemeinden schon viele Jahrzehnte warten, nicht jetzt mit verwirklicht werden, sehen wir vor dem Jahr 2025 keine Verwirklichung von Lärmschutzmaßnahmen, die für die Leistungsfähigkeit der A81 laut den Untersuchungen mit diesen Maßnahmen ausreichend ist.

Für die Freien Wähler Für die CDU
gez.Elly Martinat gez. Dr. Karl-Dieter Reimold


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